Buddha am Apparat

Hierzulande legt man beim Handykauf sehr viel wert auf eine dicke Megapixelkamera, auf einen MP3-Player mit Videofunktion und genügend Speicherkapazität für sämtliche Klingeltonabos, die es je gab. Die Chinesen sehen das hingegen etwas anders. Denn neuester Schrei in China sind Handys mit eingebautem Buddhaschrein. Dank des mobilen Buddhaschreins kann man sein Karma jetzt auch mobil aufladen oder, wenn man schon dabei ist, im Bus oder in der Bahn die nächste Reinkarnation abrufen. Ob es jedoch demnächst aus dem Hause Nokia oder Sony ein Handy mit integriertem Altar oder Beichtstuhl geben wird, ist mehr fraglich. Fraglich ist auch, ob der Gläubige überhaupt seine Absolutionen als Einzelverbindungsnachweis auf der Telefonrechnung wiederfinden möchte. Der Chinese hingegen kann von seinem Buddha nicht genug bekommen und freut sich schon jetzt über jeden Anruf aus dem Dharma.

2 Kommentare in “Buddha am Apparat”
Sieht zwar lustig aus , aber wenn sich das Handy wirklich nur an Buddhisten richten sollte , dann werden die Verkaufszahlen wohl kaum vergleichbar mit “Nicht-Religiösen” Handys sein.