
Während Nokia nach Jahrzehnten der Trägheit wild mit Patentklagen um sich schlägt und es nicht schafft ein konkurrenzfähiges Handy auf den Markt zu bringen, entwickeln selbst kleinere Designer vollkommen neue Konzepte fern von iPhone und Co. So auch Wen-Tsung Lin und Wan-Rurng Hung. Die beiden Designer haben ein Tastenhandy mit modularem Aufbau konzipiert. Je nach Aufgabenbereich kann man sich sein persönliches Handy zusammenstellen. Wer eine Kamera braucht, schiebt sie einfach zwischen SIM-Modul und Batterie-Modul. Oder wer auf Kamera verzichten kann, aber dafür mehr Akkuleistung will, könnte gleich zwei oder drei Batterie-Module in das Handy schieben. Ob dieses Konzept jemals in Produktion gehen wird, ist ungewiss. Sicher wäre jedoch, dass Nokia die beiden Designer vorher bis auf die Knochen verklagen würde.
Yanko Design

Es soll Leute geben, die mit ihrem iPhone so gut wie gar nicht telefonieren und das Apple-Handy lieber als Fotoapparat verwenden. Wie dem auch sei, mit dem “UN01″ können demnächst Fotobegeisterte iPhone-User ihr Handy in einen handlichen Fotoapparat verwandeln. Das Case, das zudem das Smartphone vor Kratzern schützt, verfügt über zwei Schlaufen und einen dekorativen Objektring. Ob und wann das “UN01″ im Handel erhältlich sein wird, hängt von den Investoren ab, die die Erfinder gerade suchen.
un design

Schon witzig, was sich manche ans Ohr halten, um zu telefonieren. Eine echte Stilblüte der Handybaukunst ist das japanische “Erufoido”. Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine Handpuppe im Geistdesign. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt es sich als waschechtes Telefon mit Sprachsteuerung. Zudem soll es sich wie ein Mensch anfühlen und sogar die Mimik des Gegenübers imitieren. Eine Videokamera im Handpuppen-Handy machts möglich. Ob dieses Handy jemals in den Regalen deutscher Handy-Händler zu finden sein wird, bleibt ungewisse.
ATR????????

Während andere Smartphone-Schmieden noch stolz ihre handtellergroßen Smartphones präsentieren, legt HP mit dem Veer ein Touchscreen-Handy im Kreditkartenformat auf den Tisch. Das HP eigene Betriebssystem webOS und das kleine aber durchaus sehenswerte 2,6-Inch-Multitouch-Display machen das Veer anscheinend zu einem kleinen aber feinen Konkurrenten im mittlerweile hart umkämpften Smartphone-Markt. Neben den Äußerlichkeiten wie die ausschiebbare Tastatur, dem 302 x 400 Pixel Display und der 5-Megapixel-Kamera, gibt es auch im Inneren allerlei zu finden. So hat das Veer GPS an Bord, einen kleinen Lautsprecher mit Rauschunterdrückung bei Gesprächen, einen Accelerometer sowie einen Licht- und Annäherungssensor und verfügt über 8 Gigabyte Speicher für Musik und Videos. Ab Frühjahr soll das HP-Veer im Handel erhältlich sein.
Palm USA

In den 90er Jahren sah die Welt für Nokia noch rosig aus. Millionen Menschen kauften finnische Handys wie geschnitten Brot und füllten nach und nach die Kassen des mittlerweile weltgrößten Mobiltelefon-Herstellers. Doch trotz Milliardengewinne, schaffte Nokia in den Jahren keine wirkliche Innovation zu produzieren. Jetzt, wo jeder Hersteller mit immer cooleren und besseren Handys aufwartet, präsentiert Nokia seinen 90er-Klassiker – dem Communicator – im neuen Gewand. E7 heißt das gute Stück und basiert auf dem Betriebsystem Symbian-3. Das 123,7 x 62,4 x 13,6 mm dicke Ding, ist mit seinen 176 Gramm kein Leichtgewicht, dafür gibt es allerlei Chi-Chi unter dem 4-Zoll-Amoled-Touchscreen mit 640 x 360 Pixel Auflösung zu bestaunen. So besitzt Communicator eine vollständige QWERTZ-Tastatur zum Aufschieben, WLAN, Bluetooth, eine 8-Megapixel-Kamera mit Blitz, USB 2.0, ein Radio und sogar einen HDMI-Anschluss. Wem das nicht genug ist, sollte die gesamte Feature-Liste mal durchscrollen, da finden sich auch so Klassiker wie themenbezogene Motive, wählbare Farbmotive und wer genau sucht, bestimmt auch Jamba-Klingeltöne. Kostenpunkt: kommunikative 630 Euro.
Nokia E7