Manchen kann es am Arbeitsplatz gar nicht laut genug sein. Und wenn dann noch kreischende Heavy-Metal-Klänge aus den Lautsprechern krachen, sind tötende Blicke der Büronachbarn garantiert. Viel Böser als so manch genervte Kollegenblicke sind aber diese Lautsprecher. Die “Skull Computer Speakers” – im Angst einflößenden Totenschädeldesign – sind zwar mit 2,5 Watt pro Lautsprecher etwas schwach auf den Ohren, sehen aber dafür verflucht und teuflisch gut aus. Kostenpunkt: schädeldicke 60 Dollar.
Das Sommerloch könnte nicht spannender sein. Kaum kündigt Google seinen Online-Dienst Google Street View für Deutschland an, gehen Datenschützer, Bewohner und Politiker in die Vollen. Grund: es werden Aufnahmen von Straßen, Menschen und Hausfassaden ins Netz gestellt. Angeblich ein gefundenes Fressen für Einbrecher, streitende Nachbarn und profilierungssüchtige Datenschützer.
Doch kaum jemand bedenkt, dass Google Street View nur ein Blick in die Vergangenheit ist. Die Bilder sind in der Regel mehr als ein Jahr alt und zeigen nur dass, was man nicht sonst auch hätte sehen können. Bis auf schnöde Straßenstriche mit gepixelten Gesichtern vor Hausfassaden, die ein Einbrecher, wenn er denn da mal einbrechen wollte, längst live ausgekundschaftet hätte.
Doch was ist der Grund, warum so viele, teils unwissende, derart auf die Barrikaden gehen? Datenschützer sprechen von verletzten Persönlichkeitsrechten. Hat eine Straßenlaterne Persönlichkeitsrechte? Ein Stau zur Mittagszeit und eine graffitiverschmierte Fassade? Personen, so Google, sind eh verpixelt und nicht mehr zu erkennen. Wären Persönlichkeitsrechte verletzt, müsste an jedem Ortsschild eine Warntafel angebracht werden mit den Worten “Keine Fotoapparate erlaubt!”, über jeder Stadt müsste ein Flugverbot für Satelliten herrschen und mancherorts wird beim Ortsausgangsschild auf die Schweigepflicht hingewiesen. Telefonbücher mit Straßennamen dürften nicht mehr online einsehbar sein und Bilder von der letzten Gartenparty aus dem Online-Album entfernt werden.
Sein wir mal ehrlich, in einem Jahr schert sich kein Mensch mehr darüber, vielmehr schauen jetzt erboste Mitbürger gespannt auf Google Street View und fahren virtuell in den Urlaub, schauen sich ihr Urlaubshotel aus der Nähe an und Bookmarken das Haus der Oma. Kinder proben den virtuellen Gang zur Schule oder den kürzesten Weg zur Freundin. Einbrecher säßen monatelang vor dem Bildschirm, fahren Straßenzüge ab und ärgern sich irgendwann darüber, wie unsinnig Google Steet View für ihre Arbeit ist.
Gedanken sollte man sich erst dann machen, wenn Google plant, mit Nacktscannern und angeschlossenen RFID-Scanner die Städte zu fahren. Oder wenn Bilder von Überwachungskameras live in den Google-Dienst eingespeist werden, wenn Handyortungsdaten mit der Payback-Kundenkarte gekoppelt würden und man bei Verlust nach seiner Gesundheitskarte googlen könnte.
Wiedermal ein Gadget, mit dem man seine Umwelt gehörig auf die Nerven gehen kann. Das “Drum Kit Keychain” ist das Minischlagzeug für den Schlüsselbund. Inklusive Hi-Hat, Toms, Snare, Bassdrum und schriller Becken. Läuft natürlich nur mit Batterien und reagiert auf Knopfdruck. Kostenpunkt: taktlose 8 Dollar.
Werden Sie jeden Tag von dem Gekreische der Kindern Ihrer eingebildeten Nachbarn genervt? Wenn ja, dann schenken Sie den Kleinen doch mal dieses Spielzeug und erfreuen sich an den genervten Gesichtern Ihrer Nachbarn. Denn das “Otamatone” – einer Art Theremin zum Quetschen – ist so nervig, dass es weniger als drei Sekunden braucht, um das Ding aus dem Fenster schmeissen zu wollen. Doch die Kinder werden es lieben. Kleiner Tipp am Rande: Um das Vergnügen zu erhöhen, schenken Sie gleich eine Jahrespackung Batterien mit.
Kerzen sind doch was Tolles – besonders dann, wenn man sie alle Nase lang geschenkt bekommt. Zu Weihnachten, zum Geburtstag, mal zwischendurch oder als langweiliges Gastgeschenk der Nachbarn zum Einzug. Doch was tun, wenn die Paraffinstange mal abgebrannt ist und nur noch ein kleiner Klumpen übrig ist? Wie soll es anders sein, aus Amerika kommt jetzt das Recycling-Gadget für abgebrannte Kerzen aller Couleur. Dazu muss man die alten Kerzen einfach in den kleinen Schmelzofen stopfen und nach ein paar Minuten fließt eine nahezu neue Kerze heraus. Abgefüllt in verschiedene Formen und mit Docht versehen, schafft man sich somit das ideale Geschenk zu Weihnachten, zum Geburtstag oder als Nachbarschaftsgeschenk zum Einzug. Kostenpunkt: abgebrannte 25 Dollar.