Denn PCs sind Blu-ray kompatibel, haben mehr Software und überhaupt. Mit diesen Worten startete Microsoft heute eine Kampagne für den PC. So kann man sich auf der Microsoft-Seite darüber informieren, dass PCs gut zum Arbeiten und auch gut zum Spielen sind. Microsoft schreibt auch, dass der Windows-PC gut mit Microsoft-Office kann und das man damit tolle Blu-rays sehen kann. Zudem ist es so, dass ein frisch ausgepackter Mac keinen Memory-Stick-Reader besitzt, keinen integrierten TV-Tuner hat und partout keine Blu-rays abspielen will. Ach ja, der Mac, so Microsoft, lässt sich auch nicht mit der Microsoft XBox 360 verbinden und das obwohl man ja auf der XBox hätte fantastische Blu-rays sehen können.
Tja, wie recht Microsoft hat. Es ist nun mal ein PC, auf dem PC-Dinge laufen und kein Mac – die PC-Programme laufen einfach besser und Windows 7 funktioniert so, wie man es seit Jahrzehnten von Windows gewohnt ist. Hatten wir schon Blu-ray erwähnt? Egal, denn PCs lassen sich hervorragend mit anderen PC verbinden und funktionieren sogar mit alten VGA-Monitoren. Computermäuse haben Tasten und Windows-Rechner gibt es in allen erdenklichen Farben, Formen und Preisen. Nicht so überteuert wie Apple-Rechner und nur in Weiß und Aluminium.
Man könnte fast glauben, dass Microsoft sich die gemächlichen Zeiten zurücksehnt. Ohne großartige Innovationen und bahnbrechende Produkte. Mit Menschen, die vor großen Flimmerkisten sitzen und zufrieden dicke klobige Mäuse über den Schreibtisch schieben. Menschen, deren Gesichter sich von blauen Bildschirmen erhellen und zum Feierabend den Virenscanner einschalten bevor es nach Hause auf die Couch und vor den Fernseher geht um eine Blu-ray in den Player zu schieben.
Die Washington Post berichtet, dass Microsoft derzeit vermehrt Bot-Netze von russischen und chinesischen Hackern ankauft um in Zukunft gezielter Systemupdates – so genannte Patches – auch auf virenverseuchte Windows-PCs anzubieten. Microsofts offizielle Begründung zu diesen unter Fachleuten sehr umstrittenen Vorhaben lautet eindeutig: Wir sind seit mehr als 15 Jahren vollkommen überfordert mit der Übermacht der Virenversuchung unserer Produkte, deshalb haben wir uns zu diesem ungewöhnlichen Schritt entschlossen. Steve Ballmer fügt hinzu, dass täglich mehr als 150.000 weitere PCs infiziert werden und Microsoft über die bestellten Bot-Netze mehr Computer erreichen kann, als je zuvor. Details aus dem Vertrag mit den russischen Bot-Netz-Betreibern sind streng geheim, nur dass der Vertrag vorsieht, durch die Updates weder schon installierte Schadsoftware noch andere Hackerbestandteile von den Rechnern zu entfernen. Des Weiteren will das Softwareunternehmen aus Redmond auch an den Gewinnen der Hacker beteiligt werden, immerhin werden damit Milliarden Dollar jährlich eingenommen, so Ballmer CEO des Softwareunternehmens Microsoft, und daran will jetzt auch Microsoft endlich partizipieren. Das in diesen Tagen erschienene Patch für den Internet Explorer soll bereits erforderliche Softwarekomponenten für ein eigenes Microsoft-Bot-Netz implementiert haben. Über die genauen Kosten dieser Maßnahme will Microsoft nichts verraten.
1,73 Milliarden Internetnutzer weltweit. 126 Millionen Blogs. Eine Milliarde YouTube-Videos, die tagtäglich angesehen werden. 200 Milliarden SPAM-E-Mails pro Tag, die von infizierten und in Bot-Netzwerken verbundenen Windows-Computern versendet werden. Täglich 148,000 neue mit Trojanern und Viren verseuchte Windows-Computer, die sich den Botnetzen anschließen und ebenfalls SPAM versenden. 27,3 Millionen Mitteilungen über Twitter – vornehmlich von Frauen. …